Die Prinzipien der Alexandertechnik

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Die Prinzipien der Alexandertechnik

Die Macht der Gewohnheit

Das Gehirn ist so aufgebaut, dass das was man oft tut, sei es als Denkmuster oder als Bewegungsablauf, sich als Gewohnheit manifestiert, dabei manifestieren sich gute und schlechte Gewohnheiten gleichermassen. Diese werden im Laufe des Lebens immer stärker und wirken sich dabei auch auf den Körper aus. Die schlechten Gewohnheiten führen zu Enge, zu Bewegungseinschränkungen, zu Schmerzen, zu Ängsten, zu Gefühlen der Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, zu einem sich eingesperrt fühlen. Haben sich schlechte Gewohnheiten erstmal manifestiert können sie zu einer sich selbst verstärkenden negativen Spirale werden. Die Macht der Gewohnheit direkt zu erleben ist eine sehr wichtige Einsicht und Grundlage für die Arbeit mit der Alexandertechnik.


Innehalten

Das Innehalten ist die Grundlage zur Änderung einer Gewohnheit. Der Körper folgt unbewusst dem Muster der Gewohnheit, das passiert reflexartig, man wird von seinen Gewohnheiten gesteuert. Daraus folgt, dass man die Gewohnheit nicht einfach so ablegen kann, aber man hat die Möglichkeit, wenn man merkt, dass eine Gewohnheit greift, zu stoppen. Das Inhibieren ist der erste Schritt zur Änderung einer Gewohnheit. Dazu braucht es Achtsamkeit und Aufmerksamkeit, wann greift ein Muster? Und davon gibt es unzählige. Das Innehalten gibt mir die Möglichkeit mich bewusst zu entscheiden welche Richtung ich jetzt einschlagen möchte.


Fehlerhafte Sinneswahrnehmung

Gewohnheiten fühlen sich erst mal richtig an. Sie sind zu einem Teil von uns geworden, sie sind so gewohnt, dass sich sogar negative Gewohnheiten richtig anfühlen. Daraus folgt, dass sich 'richtig' nicht als 'wahr' entpuppt. Oftmals braucht es einen Input von Aussen, um mit der Gewohnheit in Kontakt zu kommen, dass man überhaupt erleben kann, was sie mit einem macht und wie sich das wirklich anfühlt. Es ist nötig die Gewohnheit bewusst wahrzunehmen und zu erleben um dann auch zu entscheiden will ich sie behalten oder nicht. Kann man seiner Sinneswahrnehmung nicht mehr einfach so trauen, weil man erlebt hat, dass sie auch täuschen kann, entsteht daraus eine ganz neue Situation. Daraus kann Wachsamkeit erfolgen, es lässt die Selbstreflexion erwachen, ein Prozess kann beginnen.


Ausrichten

Jetzt geht es darum, die natürliche Ausrichtung wieder zu finden. Dem Körper die natürliche Ausrichtung wieder zu erlauben. Der Körper reagiert auf alles was wir denken. Ausrichtung kann nicht 'gemacht' werden, aber sie kann angesprochen werden. Diese Ausrichtung ist von Natur aus vorhanden, sie kann aber durch Fehlhaltungen überdeckt werden. Diese Fehlhaltungen können durch das ansprechen der Richtungen abgebaut werden, bis die natürliche Ausrichtig wieder in Kraft treten kann. Dabei gibt es ganz viel zu entdecken, es geht sehr sehr tief, es gibt sehr viel zu erfahren, bis ins Detail und bis ins Ganze.


Primärsteuerung

Die Primärsteuerung betrifft die Verbindung von Kopf und Wirbelsäule. Die Art wie der Kopf auf der Wirbelsäule organisiert ist, bestimmt das Bewegungsmuster des restlichen Körpers. Und umgekehrt bestimmt das Bewegungsmuster wie der Kopf organisiert ist. Nur wenn der Kopf frei auf der Wirbelsäule balancieren kann, kann auch der restliche Körper losgelassen werden und nur wenn der restliche Körper losgelassen werden kann, kann der Kopf frei auf der Wirbelsäule balancieren. Diese Primärsteuerung wieder zu aktivieren ist Grundlage der Alexandertechnik. Kann die Primärsteuerung aktiviert werden, wird jede Bewegung vom Kopf aus gesteuert und der restliche Körper folgt dieser Bewegung in einer natürlichen Losgelassenheit.